Zahnmedizin Geschichte

Zahnmedizin Geschichte seit 3000 vor Christus

Zahnmedizin Geschichte - viele Bücher bringen Licht ins dunkle
Zahnmedizin Geschichte – viele Bücher bringen Licht ins dunkle

Die Zahnmedizin Geschichte an dieser Stelle komplett zu beschreiben, ist leider nicht möglich. Wir beschränken uns auf eine kurze Zusammenfassung, die Ihnen einen Einblick geben soll. Die Zahnmedizin Geschichte lässt sich bis zur Urgeschichte der Menschen zurückverfolgen. So wurde im Jahr 2015 ein kariöser Backenzahn eines 14.000 Jahre alten männlichen Menschen gefunden. Die Methoden der Zahnbehandlung lassen sich seit 3000 v. Chr. zurückverfolgen. Die Zahnheilkunde und damit auch schöne und gepflegte Zähne sind keineswegs ein Wunsch der Neuzeit, denn schon in der Antike galten schöne und gepflegte Zähne als Visitenkarte. Wurden bereits 660 n. Chr. die ersten Versuche unternommen Zähne mit Silberamalgam zu füllen, gab es bereits 1200 n. Chr. die ersten Vollprothesen. Es dauerte viele Jahrhunderte bis man endlich der Ursache von Karies nahekam. Hildegard von Bingen erkannte mangelnde Hygiene als Ursache. Dann aber dauerte es wiederum weitere viele Jahre bis man die ersten Theorien zur Entstehung von Karies entwickelte und die tatsächliche Ursache erforschte. Erst ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahnmedizin rasant, man könnte fast sagen, explosionsartig.

Zahnmedizin ab dem 19. Jahrhundert

Zu den Meilensteinen der Zahnmedizin Geschichte ab dem 19. Jahrhundert gehört die Zahnpasta, die 1850 von Washington W. Sheffield erfunden wurde. 1892 brachte Karl August Lingner, ein Dresdner Unternehmer, das Mundwasser Odol auf den Markt. Ab dem 19. Jahrhundert wurde es auch möglich unter Lokalanästhesie chirurgische Eingriffe in der Zahnmedizin vorzunehmen und mit Beginn der Röntgendiagnostik sehr viel genauere Diagnosen zu stellen. Das Baltimore College of Dental Surgery entstand 1840 und war weltweit die erste zahnmedizinische Fakultät. Wurden zahnmedizinische Behandlungen bis dahin unter dem Aspekt „Ausprobieren“, bisweilen auch Scharlatanerie, durchgeführt, kam es nun endlich zur Professur. In keinem anderen Jahrhundert entwickelten sich die Möglichkeiten der Zahnmedizin so schnell wie im 19. Jahrhundert. Auch der erste Bohrer fiel in diese Zeit. Er wurde in den 1870er Jahren vorgestellt und damals noch mittels eines Fußantriebes betrieben.

Der Zahnersatz in der Zahnmedizin Geschichte

Auch der Zahnersatz hat in der Zahnmedizin Geschichte eine lange Historie. Wurde Zahnersatz viele Jahrhunderte aus Elfenbein, Walrossbein oder Holz geschnitzt, der nur sehr leidlich im Mund seinen Halt fand, wurde der Franzose Nicolas Dubois de Chémant erstmals dem Wunsch nach einem natürlich aussehenden Zahnersatz gerecht. Er entwickelte 1789 Porzellanzähne und meldete diese auch zum Patent an. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde immer weiter an besseren Methoden geforscht, die auch den Halt des Zahnersatzes verbessern sollten. Einen echten Durchbruch erzielte die vom Zahnarzt Charles Henry Land (USA) entwickelte Jacketkrone aus Vollkeramik in Zahnfarbe. Einziger Nachteil war die relativ schlechte Buchfestigkeit des Materials, so dass man weiter forschte. 1978 wurde ein Hochleistungskunststoff entwickelt, der bis 2012 für die Herstellung von Zahnersatz verwendet wurde. Mit der Entwicklung des Zahnersatzes begann sich auch die Berufsgruppe der Zahntechniker herauszubilden, die einen festen Platz in der Zahnmedizin Geschichte einnimmt. Heute ist die moderne Zahnmedizin Lichtjahre entfernt von ihren Anfängen. Die Früherkennung beginnt heute schon mit den ersten Milchzähnen, die regelmäßig kontrolliert werden. Karies an für das Auge unsichtbaren Stellen kann man mit Laserlicht erkennen und der moderne Zahnersatz bietet viele Möglichkeiten einzelne Zähne und den kompletten Zahnstand zu ersetzen. Mundkamera, Volumentomografie, Mundkrebsfrüherkennung, Laserbehandlungen, Kieferchirurgie- das Behandlungsspektrum ist enorm gewachsen und kann vielfach minimal-invasiv und schmerzarm durchgeführt werden.